IDS, KISTERS und PSI gründen die Initiative OpenInterface

Wolfgang Fischer (PSI), Michael Untiet (KISTERS) und Jörn Fischer (IDS) (von links nach rechts)

Wolfgang Fischer (PSI), Michael Untiet (KISTERS) und Jörn Fischer (IDS) (von links nach rechts)

An einem Strang: Interoperabilität von Netzleitsystemen

Aachen/Aschaffenburg/Ettlingen, 30. August 2018 - Die drei Leitstellen-Anbieter IDS, KISTERS und PSI haben sich zusammengetan und OpenInterface gegründet. Die Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, ein gemeinsames, offen verwendbares CIM-Profil (Common Information Model) zum Austausch von Modelldaten für Verteilnetzbetreiber zu schaffen. Dies verbessert die Interoperabilität der unterschiedlichen Systeme und ermöglicht den Datenaustausch sowie eine stärkere Modularisierung.

Bisher haben sich innerhalb der Leittechnik keine standardisierten Schnittstellen etabliert, um ergänzende Funktionen anderer Hersteller anzubinden. IDS, KISTERS und PSI haben es sich zur Aufgabe gemacht, genau das zu ändern: und zwar auf Basis des internationalen CIM-Standards IEC 61970 und 61968. Daten aus dem GIS-System lassen sich damit einheitlich in das Netzleitsystem importieren. Egal, welches System die Verteilnetzbetreiber im Einsatz haben.

„Der Bedarf nach übergreifenden, interoperablen Lösungen steigt stetig“, sagt Jörn Fischer, Geschäftsführer der IDS GmbH. „Denn neben den elementaren SCADA-Funktionalitäten benötigen Versorgungsunternehmen mittlerweile häufig Zusatzmodule für Spezialaufgaben, um ihren Netzbetrieb weiter zu optimieren.“

Gemeinsam zum Standard

„Wir können über die Initiative unsere Erfahrungen zusammenbringen und darauf basierend Architekturen, Schnittstellen und Formate definieren“, erklärt Wolfgang Fischer, Geschäftsbereichsleiter für die Geschäftseinheit Elektrische Netze bei der PSI Software AG. „Diese können wir dann in anwendungsnahen Use Cases erproben und in einen Industriestandard münden lassen.“

Michael Untiet, Head of Business Unit Energy bei der KISTERS AG, fasst zusammen: „Interessierte Nutzer erhalten die Basis-Schnittstellen unentgeltlich zum Testen. Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit sollen dann in standardgebende Gremien mit einfließen.“

OpenInterface ist eine offene Bewegung. Weitere Unterstützer, seien es Lieferanten, Kunden oder Gremien, die bereit sind Aufgaben zu übernehmen und Lösungen zu erarbeiten, sind jederzeit willkommen.

Der PSI-Konzern entwickelt und integriert auf der Basis eigener Softwareprodukte komplette Lösungen für die Optimierung des Energie- und Materialflusses bei Versorgern (Energienetze, Energiehandel, Öffentlicher Personenverkehr) und Industrie (Rohstoffgewinnung, Metallerzeugung, Automotive, Maschinenbau, Logistik). PSI wurde 1969 gegründet und beschäftigt weltweit mehr als 1.700 Mitarbeiter.